
Wer kennt ihn nicht, den Gentleman-Detektiv, der mit seinem Partner Dr. Watson das London des ausgehenden 19. Jahrhunderts etwas sicherer macht? Natürlich ist die Rede von Sherlock Holmes, der allerdings in Guy Ritchies Neuverfilmung oft alles andere als ein Gentleman ist und mehr an ein Genie mit der dazugehörigen Portion Wahnsinn erinnert - eine erfrischend neue Interpretation des Klassikers also.
Der Film entführt euch in das viktorianische London des Jahres 1891, das alles andere als eine märchenhafte Kulisse ist, aber wir haben es hier auch mit einem Sherlock Holmes zu tun, der alles andere als ein Gentleman ist. Ausgestattet mit einem messerscharfen, analytischen Verstand, der für Mystik und unerklärliche Phänomene keinen Platz lässt, schafft der Meisterdetektiv das, was Scotland Yard nicht konnte – eine Serie von okkulten Morden, die London heimsucht, zu stoppen. Dem verantwortlichen Lord Blackwood (Mark Strong) ereilt kurzerhand ein schmerzvoller Tod am Galgen und damit sollte die Sache eigentlich erledigt sein. Zumindest glaubt das Sherlock Holmes, der eine kurz vor dessen Tod ausgesprochene Warnung von Lord Blackwood als Humbug abtut und nicht mit weiteren unerklärlichen Ereignissen in London rechnet. Sherlock kommt mit seinen teilweise mehr als unkonventionellen Methoden und natürlich mit der Hilfe von Dr. Watson (Jude Law) einem Komplott auf die Spur, das die gesamte politische Führungselite einer unsichtbaren Gefahr aussetzt. Doch das ist natürlich nicht alles mit dem der Meisterdetektiv zu kämpfen hat, denn auch der Umstand, dass sein langjähriger Freund und Vertrauter Dr. Watson aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen möchte, um bald darauf seine Verlobte Mary Morstan (Kelly Reilly) zu heiraten, macht ihm mehr zu schaffen als ihm lieb ist und er überhaupt zugeben möchte. Zusätzlich sorgt noch seine Ex-Geliebte, die windige Irene Adler (Rachel McAdams), die ebenfalls in den Fall involviert zu sein scheint und für einen rätselhaften Auftraggeber arbeitet, für Aufregung und einige humoristische Momente im Film.
Wer einen etwas anderen Sherlock Holmes erleben möchte, ein Genie auf der Gratwanderung zwischen Genialität und Wahnsinn, der nicht davor zurück schreckt sich seine Hände schmutzig zu machen und sowohl ordentlich Austeilen, als auch Einstecken kann, ist hier definitiv richtig. Sämtliche Schauspieler wissen absolut zu überzeugen, allen voran Robert Downey Jr. als Sherlock Holmes, der gemeinsam mit Jude Law als Dr. Watson, ein perfekt eingespieltes Team abgibt. Gute Unterhaltung von der ersten bis zur letzten Minute ist auf jeden Fall geboten und wer den Film noch nicht kennt, sollte auf jeden Fall einen Blick riskieren.
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Gewinnfrage: Wer ist der rätselhafte Auftraggeber von Irene Adler?
Einsendeschluss ist der 10. Juni 2010. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.