
Apokalypse und der Kampf zwischen Gut und Böse gaben schon immer einen guten Stoff für diverse Filme ab. Auch bei dem Anime-Werk Gilgamesh ist das nicht anders, denn auch hier werden diese Elemente aufgegriffen. In einer fast schon postapokalyptischen Welt kämpft ein Geschwisterpaar ums Überleben und beeinflusst dabei das Schicksal der gesamten Menschheit.
Der Plot von Gilgamesh beginnt sich nur langsam vor den Augen des Zusehers zu entfalten und bleibt zu Beginn bereits einige Antworten schuldig. Der junge Wissenschaftler Terumichi Madoka entdeckt das Grab von Gilgamesh von dem eine rätselhafte Energie, genannt Dynamis, auszugehen, scheint. Kurz darauf wird eine Forschungsstätte über dem Grab errichtet und die talentiertesten Wissenschaftler der Welt versammeln sich hier, um zu forschen. Ihr Ziel ist es in Gilgameshs Genen den Faktor zu finden, der ihn zu einem Halb-Gott machte und so an das Geheimnis des ewigen Lebens zu kommen. Als Versicherung existierten von allen Wissenschaftlern, die an der Ausgrabung arbeiteten, Klone in Form von Embryos, falls etwas schief gehen sollte. Als diese Embryos von einer seltsamen Lebensform namens Tear, die sich in der Nähe des Grabes materialisiert, verseucht werden, beschließt man die Experimente einzustellen, um so schlimmeres zu verhindern. Madoka kann diese Entscheidung allerdings nicht akzeptieren und begibt sich in das Grab, um mit Tear in Kontakt zu kommen, wodurch eine Explosion hervorgerufen wird, die die komplette Welt mit einer Spiegel ähnlichen Schicht überzieht und den Himmel verdeckt. Diese Explosion wird später als Terrorismusakt klassifiziert und der Tag, an dem es geschah, als Twin X bezeichnet.
Mit diesem schicksalhaften Datum veränderte sich nämlich nicht nur der Himmel, sondern auch die komplette drahtlose Kommunikation und sämtliche Computer und Maschinen höten auf zu funktionieren. Die Menschheit, die sich nun ohne ihre technischen Hilfsmittel zurechtfinden muss, stürzt ins Chaos und viele sterben aufgrund neu aufkeimender Kriege und Hungersnöte. In diese Welt entführt euch Gilgamesh und versetzt euch in die Zeit 17 Jahre nach dem großen Unglück. In dieser Zeit kämpfen die beiden Geschwister Kyoko und Tatsuya, um ihr überleben, denn zusätzlich zu den erschwerten Lebensumständen hat ihnen ihre Mutter einen großen Schuldenberg hinterlassen, der sie der ständigen Verfolgung durch die Yakuza aussetzt. Zu alle dem haben Kyoko und Tatsuya ein Geheimnis, von dem nicht Mal sie selbst wissen, und das über das Überleben oder den Untergang der Menschheit entscheiden wird.
Die an und für sich interessante Geschichte wirkt leider durch den sich nur schleppend entwickelnden Plot ein wenig langatmig und auch die Animation können nicht ganz überzeugen. Die Charaktere wirken teilweise leblos, was den ansonsten einzigartigen Gothic-Horror Stil in dem das Anime gehalten ist, trübt. Sowohl die orchestrale Musik, die gekonnt die Stimmung des Werkes umsetzt, wie auch das Voice Acting kann man allerdings als äußerst gelungen bezeichnen. Schon allein wegen der Stimmung und der Geschichte ist das Anime einen Blick wert, denn Gilgamesh mag zwar auf den ersten Blick auf gängige Klischees setzen, diese sind allerdings wirklich exzellent aufgearbeitet und vermögen es nicht nur den Zuseher bis zum Schluss zu fesseln, sondern auch zu überraschen.
Gewinnspiel:
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Gewinnfrage: Der historische Gilgamesh war angeblich König welcher Stadt?
Allen Teilnehmern wünschen wir viel Glück!
Einsendeschluss ist der 26.02.2010, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die gesammelten Daten werden vertraulich behandelt und nur zum Zwecke des Gewinnspiels verwendet und anschließend gelöscht-