Tokio bei Nacht: Erinnert ein bisschen an Blade Runner...
Dienstag, 29. Dezember 2009
Tokio - jetzt wieder mit weniger scharf!
So, da bin ich wieder. In der Heimat. In Wien. Ihr könnt euch also denken, das irgendetwas gewaltig schief gelaufen ist. Freiwillig wäre ich nämlich nicht aus dem schönen Tokio abgereist, aber die Japaner verhandeln nun mal nicht mit durchgeknallten Videospielredakteuren, die sich im Hotelzimmer einsperren und ihre Abreise verhindern wollen. Doch lasst uns von Erfreulicherem reden, zum Beispiel von der zweiten Hälfte meines Japan-Aufenthaltes. (Dieses Mal gibt es auch bessere Fotos. Wenn ihr euch also schon nicht für den Text interessiert, gibt es große Bilder von Tokio.)

Spielsessions, Interviews und Abendessen in coolen Locations dominierten meine letzten Stunden in Tokio. Leider ist es mir noch nicht erlaubt euch mitzuteilen, mit wem ich geredet und was ich gespielt habe, aber ihr könnt euch trotzdem schon auf die nachfolgende Berichterstattung freuen, denn es ist ein Hammer-Game! Ehrlich! Abgesehen von dem guten Sashimi und Nudelsuppen mit Meeresfrüchten war vor allem ein obligatorischer Abstecher in eine Karaokebar die Höhepunkte vor meiner Abreise. Von letzterem gibt es natürlich keine Fotos und auch keine Videos, denn wenn ich nicht gerade 5 Millionen in Lips zu California Love rappe, schaffen es meine Stimmbänder eher Lowscores statt Highscores zu fabrizieren. Oftmals zum Leid meiner Zuhörer. Lustig war es trotzdem und vor allem ein Erlebnis, wenn man in einem rund 10 Stockwerke hohen Karaoketurm nach seinem Zimmer sucht. Empfehlenswert!

Die Karaokeparty hat sich bis in die Früh hingezogen, weshalb ich auch den 10 Uhr Treffpunkt mit den Kollegen in der Lobby nicht einhalten konnte. Leid tut mir auch die Putzfrau, die das Pech hatte mich mit ihrem nervigen Geklingel um kurz vor elf aufzuwecken. Näher will ich darauf nicht eingehen, aber sie sollte euch auch leid tun. Zehn Minuten später war ich geduscht, hergerichtet, sah fast wieder aus wie ein Mensch und machte mich auf den Weg nach Akihabara, dem Elektronikviertel Tokios. Der Empfehlung meiner Kollegen folgend, kämpfte ich mich unter anhaltendem Regen zum Second Hand-Laden „Super Potato“. Der Name klingt verrückt, doch das legt sich wenn ihr die grinsende Kartoffel seht, die als Maskottchen herhalten muss. Kurz zögernd, ob ich mich wirklich in die Höhle der fröhlichen Psycho-Kartoffel begeben sollte, ging ich die Stufen zum dritten Stock des Wohngebäudes hoch, wo sich der unscheinbare Laden versteckte. Der Shop ist nicht zum Spaß so bekannt und ich rate jedem Videospielfan, der es nach Tokio schafft: Unbedingt hier vorbeizukommen. Mit einem Wort: Genial! Wollt ihr einen japanischen Famicom für das Regal? Für 15 Euro seid ihr dabei und bekommt ein Gerät im Top-Zustand. Gut erhaltene Retro-Perlen haufenweise in Regale gestopft, jede Menge Merchandise und anderes verrücktes Zeug, von dem ich keine Ahnung hatte, was es war. Aber sicherlich etwas tolles! Als großer Snatcher-Fan schnappte ich mir natürlich eine Version von Kojimas Policenauts, das es leider nie in westliche Gefilde geschafft hat, für die PlayStation, ein T-Shirt und jede Menge Geschenke und war auch schon wieder unterwegs. Das Ziel: Der Kaiserpalast.

Bis in den Vorgarten habe ich es geschafft, der trotz des schlechten Wetters nichts von seiner Schönheit einbüßen musste und eine herrliche Ruheoase inmitten des hektischen Großstadtdschungels war. Leider konnte ich nicht weiter in den großen Park rund um den Palast, da eine Laufveranstaltung im vollen Gange war und der Haupteingang von Läufern und deren Fanbase belagert wurde. Also machte ich mich auf den Weg zu meinem letzten Ziel: Dem Meiji-Schrein. Alles Gute ist drei heißt es, aber in meinem Fall kann man „drei“ durch eine beliebig hohe Zahl ersetzen. Denn eine etwas träge U-Bahn und ein Terminkonflikt zwangen mich meinen Trip abzubrechen und zum Hotel zurückzukehren – ohne den Schrein besichtigen zu können, der wirklich toll sein soll.


Das war dann auch schon meine Geschichte. Die Details über meine Auseinandersetzung mit der Yakuza, die, während meines Aufenthaltes gestiegene, Verbrechensrate und weitere freierfundene Storys erzähl ich euch einmal bei einem unserer zahlreichen Community-Events! Sayonara!
P.S.: Sorry, für das verspätete online stellen, aber ein paar technische Probleme und Weihnachten haben das ganze etwas sabotiert!



In Tokio geht man nicht einfacher bowlen. Man bowlt mit Schwarzlicht!
Die Karaokeparty hat sich bis in die Früh hingezogen, weshalb ich auch den 10 Uhr Treffpunkt mit den Kollegen in der Lobby nicht einhalten konnte. Leid tut mir auch die Putzfrau, die das Pech hatte mich mit ihrem nervigen Geklingel um kurz vor elf aufzuwecken. Näher will ich darauf nicht eingehen, aber sie sollte euch auch leid tun. Zehn Minuten später war ich geduscht, hergerichtet, sah fast wieder aus wie ein Mensch und machte mich auf den Weg nach Akihabara, dem Elektronikviertel Tokios. Der Empfehlung meiner Kollegen folgend, kämpfte ich mich unter anhaltendem Regen zum Second Hand-Laden „Super Potato“. Der Name klingt verrückt, doch das legt sich wenn ihr die grinsende Kartoffel seht, die als Maskottchen herhalten muss. Kurz zögernd, ob ich mich wirklich in die Höhle der fröhlichen Psycho-Kartoffel begeben sollte, ging ich die Stufen zum dritten Stock des Wohngebäudes hoch, wo sich der unscheinbare Laden versteckte. Der Shop ist nicht zum Spaß so bekannt und ich rate jedem Videospielfan, der es nach Tokio schafft: Unbedingt hier vorbeizukommen. Mit einem Wort: Genial! Wollt ihr einen japanischen Famicom für das Regal? Für 15 Euro seid ihr dabei und bekommt ein Gerät im Top-Zustand. Gut erhaltene Retro-Perlen haufenweise in Regale gestopft, jede Menge Merchandise und anderes verrücktes Zeug, von dem ich keine Ahnung hatte, was es war. Aber sicherlich etwas tolles! Als großer Snatcher-Fan schnappte ich mir natürlich eine Version von Kojimas Policenauts, das es leider nie in westliche Gefilde geschafft hat, für die PlayStation, ein T-Shirt und jede Menge Geschenke und war auch schon wieder unterwegs. Das Ziel: Der Kaiserpalast.
Das Super Potato ist ein Himmel für Retro-Fans!
Bis in den Vorgarten habe ich es geschafft, der trotz des schlechten Wetters nichts von seiner Schönheit einbüßen musste und eine herrliche Ruheoase inmitten des hektischen Großstadtdschungels war. Leider konnte ich nicht weiter in den großen Park rund um den Palast, da eine Laufveranstaltung im vollen Gange war und der Haupteingang von Läufern und deren Fanbase belagert wurde. Also machte ich mich auf den Weg zu meinem letzten Ziel: Dem Meiji-Schrein. Alles Gute ist drei heißt es, aber in meinem Fall kann man „drei“ durch eine beliebig hohe Zahl ersetzen. Denn eine etwas träge U-Bahn und ein Terminkonflikt zwangen mich meinen Trip abzubrechen und zum Hotel zurückzukehren – ohne den Schrein besichtigen zu können, der wirklich toll sein soll.
Ein Bild aus dem kaiserlichen Park.
Ein Bild aus dem kaiserlichen Park. Jetzt mit dem gewissen Etwas.
Das war dann auch schon meine Geschichte. Die Details über meine Auseinandersetzung mit der Yakuza, die, während meines Aufenthaltes gestiegene, Verbrechensrate und weitere freierfundene Storys erzähl ich euch einmal bei einem unserer zahlreichen Community-Events! Sayonara!
P.S.: Sorry, für das verspätete online stellen, aber ein paar technische Probleme und Weihnachten haben das ganze etwas sabotiert!
Waren das nicht Shintoisten? Auch in Tokio wird zu Weihnachten alles schön ausgeschmückt.
Hier ein Shoot aus Kabuchiko, dem Viertel, in dem Yakuza spielt.
Luis Vuitton-Shop, nicht ganz so subtil und edel wie bei uns 
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